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Zypern: Höhere Körperschaftssteuer und Aufhebung der 60-Tage-Regel ab 2026

Zypern: Höhere Körperschaftssteuer und Aufhebung der 60-Tage-Regel ab 2026
21 Mär

Zypern ist seit Jahren ein beliebter Standort für Unternehmen und Unternehmer, die von den günstigen steuerlichen Rahmenbedingungen profitieren möchten. Ab 2026 treten jedoch wesentliche Änderungen in Kraft, die das Steuerumfeld des Landes modernisieren und an internationale Standards anpassen. Besonders betroffen sind die Körperschaftssteuer sowie die bisher geltende 60-Tage-Regel für die steuerliche Ansässigkeit. In diesem Artikel erfährst du, welche Auswirkungen diese Änderungen haben und welche Vorteile sie bieten.

Erhöhung der Körperschaftssteuer auf 15%

Derzeit beträgt der Körperschaftssteuersatz in Zypern 12,5%. Ab 2026 wird dieser auf 15% angehoben. In Kombination mit der NHS-Abgabe von 2,1% steigt die effektive Gesamtsteuerlast für Unternehmen auf 17,1%.

Diese Anpassung ist Teil eines globalen Trends zur Einführung eines Mindeststeuersatzes für Unternehmen und soll die steuerliche Wettbewerbsfähigkeit Zyperns auf internationaler Ebene sichern. Trotz der Erhöhung bleibt Zypern im Vergleich zu anderen EU-Ländern weiterhin ein attraktiver Unternehmensstandort mit einem der niedrigsten Steuersätze in der Region.

Abschaffung der 60-Tage-Regel für die steuerliche Ansässigkeit

Bislang konnten Personen den steuerlichen Wohnsitz auf Zypern erlangen, indem sie mindestens 60 Tage pro Jahr im Land verbrachten, keinen steuerlichen Wohnsitz in einem anderen Staat hatten und einen festen Wohnsitz auf Zypern nachweisen konnten. Diese Regelung wird ab 2026 aufgehoben.

Stattdessen wird der steuerliche Wohnsitz nun durch den Lebensmittelpunkt oder wirtschaftliche Interessen bestimmt. Das bedeutet, dass Personen, die auf Zypern ihren Hauptwohnsitz oder wesentliche geschäftliche Aktivitäten haben, den steuerlichen Wohnsitz erhalten können, ohne an eine Mindestaufenthaltsdauer gebunden zu sein.

Vorteile der neuen Regelungen

Die Steuerreform ab 2026 bringt sowohl Herausforderungen als auch Vorteile mit sich:

  • Internationale Konformität: Die Anhebung des Körperschaftssteuersatzes bringt Zypern in Einklang mit internationalen Steuerreformen und verbessert das Ansehen des Landes als seriöse Steueroase.
  • Flexibilität für Unternehmer: Die Abschaffung der 60-Tage-Regel erleichtert es, den steuerlichen Wohnsitz auf Zypern zu erlangen, da keine Mindestaufenthaltsdauer mehr erforderlich ist.
  • Attraktivität für Investoren: Trotz der Erhöhung der Körperschaftssteuer bleibt Zypern eines der steuerfreundlichsten Länder Europas.

Fazit

Die geplanten Änderungen im zypriotischen Steuerrecht ab 2026 sind ein bedeutender Schritt in Richtung steuerlicher Transparenz und internationaler Wettbewerbsfähigkeit. Während Unternehmen mit einer leicht erhöhten Steuerbelastung rechnen müssen, profitieren Unternehmer und Investoren von flexibleren Regelungen zur steuerlichen Ansässigkeit. Zypern bleibt somit ein attraktiver Standort für Firmengründungen und Geschäftsaktivitäten in Europa.

Haben Sie Interesse daran, nach Zypern auszuwandern, in Immobilien zu investieren oder eine Firma auf Zypern zu gründen? Kontaktieren Sie uns gerne – wir unterstützen Sie bei jedem Schritt!

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